Ihr Kind beim Zahnarzt
Vom 10. Feb, 2010 | Kinderbehandlung
Wie man Kindern den Einstieg in die Zahnarztwelt erleichtern kann, was Sie als Eltern beachten sollten und was Ihr Zahnarzt mit einfachsten Mitteln und ein wenig Psychologie dafür tun kann, lesen Sie hier. In einer modernen Praxis sind Instrumente und Behandlungen mit kindgerechten Begriffen belegt wie zum Beispiel Zähne duschen, Zähne föhnen oder Zahnpflaster.
Bohrer gibt es bei uns nicht!
Warum sagen sie nicht einfach Kitzelkugel? Die Wahl des Begriffes induziert schon eine gewisse Erwartungshaltung! Ein Bohrer bohrt, eine Kitzelkugel kitzelt!
Kennen Sie schon unsere Zahnarztampel?
Grün = linker Arm leicht angehoben (Alles okay, mach weiter!)
Gelb = linker Arm auf 45° (Ich merk was, pass auf!)
rot = Arm oben (stopp!)
So hat Ihr Kind Einflussmöglichkeit auf die Behandlung und gewinnt Vertrauen (der Zahnarzt sollte natürlich auch bei rot stoppen!)
Kinder haben ein anderes Erleben als Erwachsene. Vermeiden Sie vor einer Behandlung wertende Begriffe wie Bohrer, Schmerzen, Spritze, Zahn ziehen oder ähnliches.
- Vermeiden Sie Verneinungen!
Wenn Sie Ihrem Kind sagen:
1. Das tut nicht weh!
2. Du brauchst keine Angst zu haben!
3. Es ist gar nicht so schlimm!
Dann versteht Ihr Kind:
Es tut weh, ich muss Angst haben, denn es wird furchtbar!
Als Eltern sollten Sie sich ausschließlich positiv über Zahnarztbesuche äußern! Fehlen Ihnen diese positiven Erfahrungen – sagen Sie lieber nichts!
Bestärken Sie Ihre Kinder allein ins Behandlungszimmer zu gehen. Sollte das am Anfang nicht möglich sein, kann auch eine Begleitperson bei der Behandlung dabei sein.
Überlassen Sie die Führung Ihres Kindes in der Behandlungssituation ausschließlich dem Behandler Ihres Vertrauens! Nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Behandler ist eine schonende und angenehme Behandlung möglich und traumatisierende Erlebnisse können vermieden werden!
Unterlassen Sie Belohnungsgeschenke!
Die Ungewissheit für Ihr Kind ist in einer neuen Praxisumgebung groß genug. Wenn Ihr Kind sich noch etwas verdienen muss, wird der Druck nur noch größer und verstärkt die Erwartungshaltung auf ein unangenehmes Erlebnis – und das ist es doch nicht – oder?!
Gewöhnen Sie Ihr Kind rechtzeitig an das Ambiente einer Praxis, an Ihren netten Zahnarzt und an die Behandlungssituationen! (Bringen Sie Ihr Kind nicht zu langen Zahnersatz-, Prophylaxe- oder Parodontosebehandlungen mit, sondern zu Kontrollterminen!)
Drucken Sie sich diese Seite aus, lesen Sie sie rechtzeitig durch und geben Sie sie an Eltern mit Kindern weiter.
Wir sind sicher, dass diese einfachen aber sehr effektiven Hinweise Ihnen und vor allem Ihrem Kind helfen den ersten Zahnarztbesuch angstfrei und angenehm zu erleben!
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